Tesla

Es ist der dritte Film in der großen Reihe der Biografien dieser unglaublichen Revolutionäre. Erst „Marie Curie“, dann „Edison“ und nun wird die Geschichte von „Tesla“ erzählt. Hollywood-Star Ethan Hawke hat die Hauptrolle in dieser Biografie-Verfilmung des Physikers und Erfinders Nikola Tesla. Homevideostart ist der 24. Dezember 2020.

STORY:

Der junge Ingenieur Nikola Tesla (Ethan Hawke) ist ein vielversprechender Angestellter in Thomas Edisons (Kyle MacLachlan) Electric Light Company. Doch schon bald zeichnet sich ein Bruch zwischen den beiden sehr gegensätzlichen Männern ab, der sie zu lebenslangen Rivalen machen wird. Der brillante aber sozial unbeholfene Immigrant Tesla wendet sich an den Industriemagnaten George Westinghouse (Jim Gaffigan), der fortan Teslas Arbeit an seinem bahnbrechenden Stromsystem finanziert. Gleichzeitig arbeitet der genialische Erfinder bereits ungeduldig an einem neuen ambitionierten, vom Bankier J.P. Morgan (Donnie Keshawarz) finanzierten, Projekt. Dabei begegnet Tesla Morgans Tochter Anne (Eve Hewson) und steht vor der Entscheidung, sich weiter seiner Arbeit oder der Liebe hinzugeben.

Hollywoodstar Ethan Hawke („Boyhood“, „Before Sunrise“-Trilogie) spielt den visionären Erfinder Nikola Tesla, der aus armen Verhältnissen stammend, mit seinen herausragenden Erfindungen die Welt verändern sollte. TESLA ist ein kongeniales Meisterstück, das von der Genialität des Mannes, der mit seinen Errungenschaften die moderne Welt prägen sollte, handelt – zerrissen zwischen brillanter Obsession und der Liebe. In weiteren Rollen sind zu sehen: Kyle MacLachlan („Twin Peaks“, „Das Haus der geheimnisvollen Uhren“) und Eve Hewson („Robin Hood“, „Papillon“).

Daten zum Film:

Biografie-Verfilmung
mit Ethan Hawke, Kyle MacLachlan, Jim Gaffigan, etc.
Laufzeit: Ca.102 Minuten
USA
Freigegeben ab 12 Jahren
Verleih: LEONINE
(OT: Tesla)

tesla2

Die Cast/Darsteller:

Ethan Hawke: Nikola Tesla
Kyle MacLachlan: Thomas Edison
Jim Gaffigan: George Westinghouse
Josh Hamilton: Robert Underwood Johnson
Eve Hewson: Anne Morgan
Ebon Moss-Bachrach: Szigeti
Lucy Walters: Katherine Johnson
James Urbaniak: Professor Anthony
u.v.a.

Ethan Hawke, einer der Schauspieler, die bei mir ganz hoch im Kurs stehen, spielt in „Tesla“ die Hauptfigur des genialen Erfinders. Schon als Jugendlicher stieg er ins Filmgeschäft ein und feierte mit „Der Club der toten Dichter“ einen riesigen Erfolg. Er ist Tony®- und Oscar®-nominiert und blickt heute im Alter von 50 Jahren auf eine Reihe sehr erfolgreicher Filme. Darunter „Hamlet“, „Gattaca“, „Before Sunset“, für den er auch das Drehbuch verfasste. Hawke gehört zur sehr beliebten Elite Hollywoods.

tesla3

Kyle MacLachlan wurde durch die Serie „Twin Peaks“ weltbekannt und spielt in „Tesla“ den legendären Thomas Edison. Seine Vita ist enorm lang, aber am Anfang steht der Film „Dune – Der Wüstenplanet“, ein Klassiker für alle Zeiten. Er wirkte in den Jahren seit 1984 in sehr vielen großen Produktionen, wie z.B. „Showgirls“ (1995), „Hamlet“ (2000) oder „Das Haus der geheimnisvollen Uhren“ (2018), mit. Insbesondere die Serien wurden aber zu seinen persönlichen Highlights. Zu sehen ist MacLachlan neben „Twin Peaks“ auch in „Desperate Housewifes“ oder „“Sex and the City“.

edison

Eve Hewson ist eine irische Schauspielerin und in der Rolle der Anne Morgen zu sehen. Eine Besonderheit hat sie noch im Stammbaum, denn sie ist die Tochter des U2-Sängers Bono. Ihr Schauspieldebüt gab sie 2005 in dem Kurzfilm „Lost and found“. Zu ihren Highlights gehören die Filme „Robin Hood“ (2018) und „Brigde of Spies“ an der Seite von Tom Hanks.

eve

Wissenswertes zum Film

Tesla wurde in weniger als 28 Tagen in und um das magisch-zeitlose New York City gedreht. Produzent Uri Singer, der seine letzten vier Filme in Manhattan gedreht hat, glaubt, dass New York die perfekte Atmosphäre für einen historischen Film bietet. „In New York City zu arbeiten ist erstaunlich“, sagt Singer. „Die Drehorte für einen historischen Film sind erstaunlich. Auch wenn es eine Herausforderung ist einen historischen Film mit begrenztem Budget in New York City zu drehen, sieht man später die Belohnung auf der Leinwand. Und dafür gibt es kein Preisschild.“

Sharks Filmreview

Der Film hat sich heimlich in das aktuelle Kinoprogramm „geschmuggelt“ und wurde erst recht kurzfristig für den 20. August 2020 angekündigt. Beim Sundance Festival wurde er ausgezeichnet und er wird sowohl in den USA, als auch in Deutschland nur einem eher kleinen Publikumskreis angeboten. Nach meinen Recherchen halten sich die große Ketten, wie z.B. UCI oder Cinemaxx scheinbar raus.

Ich war von „Marie Curie“ wirklich begeistert, kurz darauf folgte „Edison“ in den Kinos. Nicht unbedingt eine Steigerung, aber es rundete letztlich die ganze Geschichte noch ein wenig mehr ab. Nun ist also die Nummer 3 im Bunde der weltverändernden Wissenschaftler an der Reihe. Die reale Geschichte von Nikola Tesla ist sehr spannend und bietet guten Stoff für eine Verfilmung. Dazu Ethan Hawke als Hauptdarsteller und schon ist die Erwartungshaltung fast schon am Limit.

In den ersten Minuten sah ich einen sehenswerten Einstieg in die Thematik, der aber leider schon kurz darauf begann vor sich hin zu plätschern. Der Film fand irgendwie keinen richtigen Weg, die Story unterhaltsam und gebührend der Historie zu transportieren. Hier wäre so viel mehr drin gewesen, was man schnell merkt, wenn man in der Historie ein wenig bewandert ist. Zu viele Zwischensequenzen, die vermutlich künstlerisch wertvoll wirken sollen, doch aus meiner Sicht immer wieder deplatziert waren. „Tesla“ wirkte mehr und mehr wie ein filmisch inszeniertes Theaterstück. Auch Ethan Hawke kann es nicht mehr retten, im Gegenteil… Am Ende des Film singt er in Persona von Nikola Tesla, der 1943 verstarb, den Titel „Everybody rules the World“ von Tears for Fears aus dem Jahr 1985! Warum? Auch nach längerem Nachdenken finde ich keine Antwort auf: Warum? Es ist unterirdisch schlecht gesungen, was ich als professioneller Musiker durchaus bewerten kann, und dazu einfach komplett unpassend. Selbst mit künstlerischer Freiheit kann ich das nicht begründen und ich werde eine Zeit brauchen, um es Ethan Hawke zu verzeihen.

HaiHaiHaiHai

In einem Satz:

„Tesla“ wirkt wie ein filmisch inszeniertes Theaterstück, schafft es aber leider überhaupt nicht die Historie wertig darzustellen und wird am Ende zu einer Parodie von sich selbst.

Fazit:
Ich mag historische Filme, ich mag diese Geschichten von Menschen, die die Welt verändert haben. Für mich die wahren Superhelden der Historie. Schade, dass man hier zu viel Kunst in den Vordergrund gestellt hat und das spannende Thema somit zu einer für mich langweiligen Inszenierung hat verkommen lassen.

Die Altersfreigabe ab 12 Jahren ist nachvollziehbar.

Text: The Shark, LEONINE
Fotos: LEONINE
Daten/Infos zum Film: LEONINE, Wikipedia, Webrecherche
Video: YouTube – Channel: MovieShark – Copyright: LEONINE

Der Artikel „Tesla“ enthält Werbung!